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Faktencheck: Laut ZDF ist das subtropische Salvador de Bahia die gefährlichste Stadt Brasiliens. Finde die Fehler!

In den Vorberichten zum Spiel Spanien gegen Niederlande brachte das ZDF heute einige „Fakten“ über Salvador da Bahia. Wir fühlen uns in der Pflicht einige davon an dieser Stelle richtigzustellen.

Das beginnt bereits beim Namen der Stadt – mindestens einmal wurde sie vom ZDF „Salvador de Bahia“ genannt. Offiziell heißt die Stadt „Município de Salvador“, in Brasilien ist oft nur „Salvador“ gebräuchlich. Der korrekte Name mit Bezug auf Bahia ist „Salvador da Bahia“ – „da“ nicht „de“. Soviel Zeit muss sein.

Mehrfach war im ZDF dagegen vom subtropischen Salvador die Rede. Nun ja, Salvador da Bahia ist definitiv nicht subtropisch. Wenn man zwischen Subtropen und Tropen keine Zwischenklimazonen mehr einzieht, ist Salvador da Bahia tropisch. Auch das restliche Bahia liegt in den Tropen. Subtropisch ist nur der Süden Brasiliens.

Oliver Welke nannte in sein Anmoderation des Spiels Spanien gegen Niederlande im ZDF den Spielort Salvador die gefährlichste Stadt Brasiliens. Auch das ist nicht korrekt. Die gefährlichste Großstadt Brasiliens ist Maceió mit etwa 80 Morden pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Selbst der WM-Standort Fortaleza liegt mit 73 Morden pro 100.000 Einwohner noch weit vor Salvador da Bahia. Unter den Großstädten Brasiliens liegt Salvador mit 58 Morden pro 100.000 Einwohnern auf Platz 5 (alle Werte gemäß Statistik von 2012). Einige Kleinstädte Brasiliens haben sogar noch höhere Mordraten als Maceió. Unter Berücksichtung der Kleinstädte landet Salvador da Bahia in der Statistik von 2011 auf Platz 80. Von wegen gefährlichste Stadt Brasiliens.

Auch erweckten die Moderatoren und Kommentatoren des ZDF den Eindruck, in Salvador regne es immer jede halbe Stunde. Dies mag – vielleicht – am Spieltag so gewesen sein, ist aber nicht allgemeingültig. Es gibt in Salvador da Bahia durchaus auch Schönwetterperioden, an denen es tagelang nicht regnet. Ein solches Wetter – Regen jede halbe Stunde – ist übrigens typsich für die Tropen.

PS: Jetzt hat er’s schon wieder gesagt: „im subtropischen Salvador“.

(FAN)

Aufgepasst! 10 clevere Tipps für eine sichere Brasilien-Reise. Nummer 7 rettet Ihnen das Leben!

Die hohe Kriminalität in vielen brasilianischen Städten verängstigt so manchen Touristen auf seiner Brasilien-Reise. Andere sehen vom Urlaub in Brasilien aus Angst vor Überfällen komplett ab. Doch so gefährlich ist Brasilien nicht. Die große Mehrheit der Brasilianer ist sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Viele Städte und Regionen haben kaum Kriminalität und sind damit auch für Touristen sehr sicher.

In den Städten, die als Kriminalitäts-Schwerpunkt gelten, kann man sich schützen, wenn man als Tourist nur einige Sicherheits-Regeln befolgt. Tipp Nummer 7 ist dabei überlebenswichtig. Diese Tipps helfen natürlich nicht nur für eine sichere Brasilien-Reise, sondern entsprechend angewendet natürlich auch in anderen Ländern der Welt:

1. Lassen Sie nicht gleich den Touristen raushängen. Kleiden Sie sich unauffällig, am besten wie die Brasilianer vor Ort. T-Shirt, kurze Hose und Chinellos und schon könnte man Sie für einen Einheimischen halten, der für Kriminelle eher uninteressant ist. Wenn Sie in Brasilien dagegen sofort als Deutscher erkannt werden möchten, empfehlen wir Sandalen mit Socken. 😉

2. Teurer Schmuck ist für Trickdiebe und Straßenräuber natürlich höchst interessant, nicht nur in Brasilien. Diesen sollten Sie gar nicht erst auf die Reise mitnehmen, oder nur im Hotel tragen. Überlegen Sie in diesem Zusammenhang auch, ob Sie auf Ihren Ehering während des Urlaubs verzichten können. Achtung: Auch Schmuck der nur hochwertig aussieht, kann Sie zum Opfer machen.

3. Auf die Kamera will man natürlich gerade im Urlaub nicht verzichten, schon gar nicht bei der Stadtbesichtigung in Rio de Janeiro, São Paulo, Salvador da Bahia oder anderen Großstädten Brasiliens. Eine Spiegelreflexkamera sollte es aber besser nicht sein. Eher ein günstiges, unauffälliges Modell. Bewahren Sie die Kamera am besten so auf, dass man sie nicht gleich sieht und halten Sie sie beim Fotografieren fest. Wenn Ihnen jemand anbietet, ein Foto von Ihnen zu machen, liegt das wahrscheinlich an der großen Hilfsbereitsschaft. Es könnte sich jedoch auch um einen Trickdieb handeln.

4. Geklaute Handys lassen sich heutzutage besser verkaufen als geklauter Schmuck. Wer das Handy nicht zum Fotografieren braucht, sollte überlegen, ob er es nicht im Hotel lassen kann. Ansonsten gelten die selben Sicherheits-Regeln wie für Kameras.

5. Geld braucht man natürlich in Brasilien – und auch auf jedem Ausflug. Der Klassiker, wie man sein Geld am schnellsten los wird, ist die Geldbörse in der hinteren Hosentasche. Dann wäre das Portemonnaie beispielsweise auch auf dem Münchner Oktoberfest weg – ganz gewaltfrei. Am sichersten ist wohl, das Hotel ganz ohne Geldbeutel zu verlassen. Geld passt schließlich auch in die Hosentasche.

6. Auch Handtaschen sind ein beliebtes Ziel von Trickdieben, diese lassen sich – durch geschickte Ablenkung oder mit Gewalt leicht entreißen – in Europa wie in Brasilien. Ein Rucksack sitzt da schon sicherer am Körper, aber auch dort gehören Wertgegenstände niemals in die Außentaschen.

7. Sollten Sie in Brasilien tatsächlich überfallen werden, befolgen Sie die Forderungen des Täters. Fliehen Sie nicht, wehren Sie sich nicht, schreien Sie nicht. Greifen Sie auch nicht ohne Aufforderung des Täters in Ihre Taschen, er könnte denken, dass Sie eine Waffe ziehen. Rücken Sie ohne Diskussion heraus, was der Täter haben möchte. Jede andere Reaktion kann tödlich sein – selbst wenn Sie von einem Minderjähringen überfallen werden.

8. Tragen Sie am besten immer eine kleine Geldmenge (z.B. 100 R$) für den Fall eines Überfalls bei sich. „Ich hab nichts“ könnte den Täter wütend machen.

9. Achten Sie darauf, in welchen Gegenden Sie sich bewegen. Touristengebiete sind in Brasilien meist sehr sicher, abseits davon sollte man etwas aufpassen. Gehen Sie insbesondere niemals auf eigene Faust in Favelas, dort gelten die Gesetze der herrschenden Banden.

10. Ein Großteil der Morde in Brasilien hängt mit Drogenkriminalität, Bandenkriegen und Prostitution zusammen. Wenn Sie sich davon fernhalten, ist die Gefahr ermordet zu werden sehr gering.

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass nicht jedes Ammenmärchen über die brasilianische Kriminalität wahr ist. Organraub, wie im Thriller „Turistats“ gezeigt, gibt es in Brasilien nicht. Um die Sicherheit Ihrer Organe brauchen Sie sich in Brasilien keine Sorgen machen.

Wir wünschen eine sichere Reise.

(FAN)